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Kambodscha - Preiswertes Königreich
Verkehrsmittel - teuer ist hier »preis-wert«

Kambodscha ist nicht per Direktflug erreichbar. Wer die Rennstrecke nach Bangkok günstig hinter sich gebracht hat, kann ab DM 390,- mit Thai Airways nach Phnom Penh weiterfliegen. Das öffentliche Flughafentaxi in die City ist nach der anstrengenden Reise und mit zwei Mitfahrern eine gute Investition (US$ 7). Bei der Ausreise ist eine Flughafengebühr von US$ 20 zu zahlen.

Im Land ist das Flugzeug das schnellste und bequemste, aber nicht unbedingt zuverlässigste Verkehrsmittel. Preisbrecher auf der Strecke Phnom Penh-Siem Reap ist die neue Siem Reap Airways (US$ 120). Am beliebtesten aber ist die Speedboatfahrt (US$ 25). Kein Wunder, denn die Flüsse sind mit Abstand die besten Verkehrswege des Landes und die Fahrzeit nach Siem Reap ist mit vier bis sechs Stunden geradezu gigantisch kurz. Eine Alternative ist das Slow Boat, auf dem man drei Tage und zwei Nächte zwischen Hängematten und Hühnerkäfigen verbringt (DM 3,50). Wesentlich härter geht es auf dem Landweg zu. Dass keine T-Shirts mit dem Aufdruck »I survived National High-way No. 6« verkauft werden, liegt wohl daran, dass sich nur wenige die 12-stündige Fahrt (300 km) antun. Die Straße sichert sich mit bis zu einem halben Meter tiefen Schlaglöchern und Fahrten durch ausgetrocknete Flussbetten vorbei an eingestürzten Holzbrücken (inklusive Wegelagerern) locker einen Platz in der Top Ten der schlechtesten Straßen der Welt.

By the Way: Tempel, Tempel, Tempel

Belohnt werden die Fahrer mit zwei imposanten Tempelanlagen, die rechts des Weges liegen: Phnom Suntonk und Sambor Prei Kuk. Die riesige, tibetisch anmutende Anlage Phnom Suntonk liegt etwa 20 Kilometer vor Kampong Thom auf einem Berg. Wer die knapp 1.000 Stufen nicht aus eigener Kraft schafft, kann sich für US$ 10 auf einer Bahre hoch tragen lassen oder für wenige Riel von Kindern frische Luft zufächeln lassen. Auf keinen Fall vergessen: Die obligatorische Halbliterflasche »Lucky Water« (DM 0,30)! Sambor Prei Kuk ist über die nagelneue Zufahrtstraße schnell zu erreichen. Beim Rundgang durch die Ziegelbauten erhält man Begleitung durch einen ehemaligen Soldaten als »Bodyguard«, dessen Trinkgeld ebenso Ermessenssache ist wie der Eintritt zur Anlage (US$ 1-2).

Die Tempelanlagen von Angkor Wat sind das Highlight einer jeden Kambodscha-Rundreise und gleichzeitig der Alptraum der Reisekasse. Die Eintrittskarte für einen Tag kostet US$ 20 (drei Tage: US$ 40, eine Woche: US$ 60). Zwei Tage sollte man mindestens einplanen. Das Ticket ist nicht übertragbar, da ein Passfoto (!) eingeklebt wird.

Breites Hotelangebot und Superpreise

Die Zimmersuche gestaltet sich in Siem Reap besonders einfach. Am Fähranleger befinden sich genauso viele Schlepper wie Schiffsfahrgäste. Hier und in Phnom Penh sind vernünftige Zimmer ab DM 10,- zu finden, in Mittelklassehotels kommt man ab DM 20,- unter. Unterkünfte der gehobenen Klasse sind meist nagelneu. Da sie nicht ausgebucht sind, kann man hier noch Discounts herausholen. Für ein paar Tage Entspannung am Strand lohnt sich ein Abstecher an die Küste - auch wenn Kambodschas Strände den traumhaften thailändischen Beaches nicht das Wasser reichen können. Die Hafenstadt Sihanoukville und der kleine Küstenort Kep haben passable Strände zu bieten. Beide Orte sind von Phnom Penh aus über gut ausgebaute Straßen bequem zu erreichen und an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen. Da der erwartete Besucheransturm in Sihanoukville bisher ausgeblieben ist, kommt man auch hier preisgünstig unter, genauso wie in den kleinen Guesthouses von Kep.

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